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16.11.11 11:35 Alter: 8 yrs

Wallfahrtsverein Sammarei

 

Rechenschaftsbericht 2008 – 2010

 

Liebe Mitglieder,

seit dem letzten Rechenschaftsbericht sind nun drei Jahre vergangen. Ich will Ihnen hiermit wieder einen kurzen Bericht über das Wichtigste und Neues im Wallfahrtsort Sammarei geben.

Am 13.07.2008 wurde der „Brunnen der Dankbarkeit“ für das 375-jährige Bestehen der Wallfahrtskirche Sammarei durch Bischof Wilhelm Schraml eingeweiht. Ihn schmückt ein bronzener Apfelquittenbaum, ein Kunstwerk der Bildhauerin Edeltraud Göpfert. Sie hat mit ihrem Vorschlag das Rennen in der Ausschreibung gewonnen. Die Inschrift vor diesem Apfelquittenbaum erklärt seine Bedeutung in der Geschichte dieses Wallfahrtsortes. Er stand als Zeuge für Gottes Gnade an diesem Ort mit seinem wundersamen Erblühen und dem Tragen von Früchten im Jahr nach seiner Zerstörung durch die Flammen und sagt den Wallfahrern: Wie der Baum durch Gottes Kraft wieder zu neuem Leben erweckt wurde, so kann jeder Mensch in noch so schwierigen Lebenslagen mit Jesu Gnade und Mariens Fürsprache zu einem neuen Leben finden.

Seit einem Jahr überrascht den vom Parkplatz zur Kirche gehenden Pilger eine lebensgroße Statue des heiligen Pater Pio mit einer segnenden Geste. Aus Dankbarkeit für seine Fürsprache vor Gott werden immer wieder Blumen vor seiner Statue niedergelegt.

Sammarei ist ein lebendiger Wallfahrtsort, der ständig von Pilgern aus der näheren und weiteren Umgebung besucht wird, ein beliebtes Wallfahrtsziel für viele Familien, wandernde Pilger auf dem Pilgerweg Via Nova und nicht zuletzt für Kurgäste aus den umliegenden Orten mit Heilbädern. Viele Pfarreien organisierten gerne Wallfahrten nach Sammarei. Jedes Jahr kommen etwa 200 angemeldete Gruppen hierher.

Unsere Wallfahrtskirche ist zwar ein begehrtes Besichtigungsobjekt. Vor allem ist sie aber ein Ort des Gebetes. Jeden Tag wird um 15.30 Uhr der Rosenkranz gebetet und um 16.00 Uhr der Wallfahrtsgottesdienst gefeiert. Am 13. eines jeden Monats wird ein Fatimatag gehalten mit einem 3-stündigen Programm. Es finden auch regelmäßig Heilungsgottesdienste statt, und was sehr erfreulich ist, viele Wallfahrer empfangen in Sammarei das Sakrament der Beichte.

Wie bisher besteht auch weiterhin jeden Samstag nach der Abendmesse für eine Stunde die Möglichkeit der eucharistischen Anbetung. Täglich von 6.30 bis 7.00 Uhr erfolgt die Aussetzung und stille Anbetung. Anschließend beten wir die Laudes und den Rosenkranz von der Unbefleckten Empfängnis Mariens. In dieser Zeit gedenken wir besonders unserer Vereinsmitglieder und Wohltäter. Die Messe am ersten Samstag eines Monats wird für die verstorbenen Vereinsmitglieder gefeiert.

In der Nacht zum Sonntag der Barmherzigkeit (Weißer Sonntag) wird die ganze Nacht hindurch Anbetung gehalten, so auch in der Vorbereitung auf das Patrozinium vom 14. auf den 15. August und in der Nacht vom 7. auf den 8. Dezember.

Wir bemühen uns, unseren Wallfahrern ein interessantes Programm sowie Gelegenheit zu Besinnung und Einkehr zu geben und laden immer wieder verschiedene Referenten ein, die zu wichtigen Themen unserer Zeit und unseres Glaubens sprechen. Es würde uns sehr freuen, auch Sie, liebe Vereinsmitglieder, hier in Sammarei begrüßen zu können. Unser Programm finden Sie auf unserer Internetseite: www.wallfahrtsland-sammarei.de Letztes Jahr haben über 22.000 Interessenten unsere Internetseite besucht.

Seit drei Jahren hat die Jugend 2000 der Diözese Passau in Sammarei ihr geistliches Zentrum. Die Bedeutung dieser jugendlichen, christlichen Bewegung, die aus dem Geist der Weltjugendtage lebt, ist für die Zukunft der katholischen Kirche von großer Bedeutung. Bischof Wilhelm Schraml, der Sammarei sehr verbunden ist, schätzt diese Bewegung und hat dies vor kurzem deutlich gemacht mit seinem Besuch in Sammarei, der Feier des Gottesdienstes mit der Jugend 2000 und einem anschließenden langen Gespräch im Wallfahrtszentrum.

In den letzten Jahren konnte das Patrozinium, das größte Fest in unserer Wallfahrtskirche, mit besonderen Zelebranten gefeiert werden. So besuchten uns im Jahr 2008 der polnische Bischof, Professor Dr. Jan Kopiec aus Oppeln, in 2009 der neue Abt der Benediktinerabtei Schweiklberg, Rhabanus Petri und heuer Bischof Dr. Elmar Fischer aus Feldkirch.

In diesem Jahr wurde auf das Patroziniumsfest hin in Sammarei eine dreiunddreißigtägige Vorbereitungszeit mit anschließender Tauferneuerung und Marienweihe angebo-ten. Überraschend viele Gläubige haben dieses Angebot angenommen. Das Buch „Vorbereitung zur Lebensübergabe an Christus durch die Hände Mariens“ kann in Sammarei bestellt oder am Schriftenstand erworben werden.

Von Sammarei aus werden auch Fahrten zu anderen Wallfahrtsorten angeboten. In den letzten Jahren waren dies Fahrten nach Rom (mit einer Audienz beim Heiligen Vater, dem wir eine Kopie unseres Gnadenbildes überreichen konnten), nach Assisi, San Giovanni Rotondo, Loreto und Padua, nach Polen mit Krakau und Tschenstochau, nach Ars, La Salette, Flüeli und nach Medjugorje. Die Kontakte, die dadurch entstehen, beleben auch den heimischen Wallfahrtsort Sammarei. Es kommen viele neue Pilger und die Bekanntheit von Sammarei wächst. Im Jahr 2011 vom 14.06. bis 21.06. ist eine Pilgerreise in das Heilige Land geplant.

Auch musikalisch wird in Sammarei Besonderes geboten. So beeindruckten die Acapella Gruppe ‚Sola voce’, das Muffat Ensemble mit Barockmusik, Armin Stöckl mit seinen Freunden und der Sammareier Sängerzirkel in besonders schön gestalteten Messen und im ersten Lobpreisabend. Am 27. Dezember gibt um 18.00 Uhr der Knaben-Jungmänner-Chor ‚Les Troubadours de l’Eau-Noire’ aus Belgien ein Weihnachtskonzert.

Im nächsten Jahr erwarten wir ein besonderes Ereignis. Bischof Schraml will die Bedeutung von Sammarei mit der Krönung des Gnadenbildes besonders hervorheben. Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie die Anschaffung einer schönen, würdigen Krone unterstützen könnten.

Zum Schluss bitte ich Sie wieder, liebe Mitglieder des Wallfahrtsvereines und Freunde der Wallfahrtskirche, um Ihre Treue, Ihr Gebet und Ihre Unterstützung.

Ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes Neues Jahr wünsche ich Ihnen von Herzen, auch im Namen von P. Paul Ostrowski, dem Pfarrvikar und Frau Marianne Bamesreiter, der Schriftführerin unseres Wallfahrtsvereins.  

                                                                        Ihr P. Adam Litwin MS