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09.01.12 10:15 Alter: 8 yrs

Wallfahrten nach Medjugorje immer beliebter

 

Schon einige Jahre pilgern Wallfahrer aus der Diözese Passau in die neue Wallfahrtsstätte in Bosnien-Herzegowina. Doch diesmal war ein besonderer Andrang in der Woche nach Pfingsten (1.-7.06.2009). Gleich mit 2 Bussen und 89 Personen startete nach der frühmorgendlichen Hl. Messe am Pfingstmontag im bekannten Wallfahrtsort Sammarei eine Pilgerschar.

Ca. ein Drittel der Wallfahrer waren zum ersten Mal dabei. Die etwa 12-stündige Reise verging viel schneller, als es die Zeit vermuten lässt. 1 Priester, 1 Diakon, 8 Ordensschwestern und 2 Ordensbrüder begleiteten die Wallfahrt. Gebete, Gesänge - auch neue in jugendlicher Frische - mit Gitarre begleitet, Erzählungen und Zeugnisse sorgten für lebendige Abwechslung. Geschickt eingeteilte Pausen, 2 längere und 2 kürzere waren auch mit der guten, kostenlosen Brotzeit (z.B. Knackwürste aus Wild) sehr gerne angenommen.

Medjugorje selbst kann man nicht erzählen. Das muss man erleben! Das Programm war so locker gestaltet, dass jeder auch für sich genug Zeit hatte. Gewisse Höhepunkte des weitgehend gemeinsamen Programmes waren: Das tägliche Morgenlob vor der Pension, der tägliche Besuch der deutschen Messe um 9:00. Auch an allen Werktagen war Kirche voll. Die Predigten gingen ins Herz, die Kirchenmusik begeisterte jung und alt, viele Familien mit Kindern feierten mit. Die Kirche lebt! Und das den ganzen Tag. Vormittags nationale Messen und am Abend die internationale, simultan übersetzt. In allen Weltsprachen wurde der Rosenkranz gebetet. Rechts ein Italiener und links eine Libanesin. Die entfernteste Gruppe war diesmal von einer kleinen Insel südlich Australiens hier.

Es kam fortschreitend jeder und jedem ins Herz: "Maria ist hier physisch anwesend", wie es eine Schwester von der Gemeinschaft der Seligpreisungen in ihrem Vortrag sagte: So wie z.B. 1917 in Fatima. In Medjugorje nahm die Gottesmutter oder die "Gospa", wie sie liebevoll von den Kroaten bezeichnet wird, in einer der Monatsbotschaften schon 1991 Bezug: "Ich rufe euch ... auf, so dass mit eurer Hilfe alles verwirklicht werde, was ich durch die Geheimnisse, die ich in Fatima begonnen habe, verwirklichen möchte..." Schon damals bat sie um die Weihe an ihr Unbeflecktes Herz. Das tat auch die große Pilgergruppe aus der Diözese Passau im Haus "Regina Pacis" vor der Fatimastatue und einer Figur des heiligen Ludwig Maria Grignion von Montfort.

Äußerst interessant war ein Vortrag des Sehers Ivan, der von Amerika nach Medjugorje kam, und letztes Jahr im September von Kardinal Schönborn in dessen Residenz in Wien empfangen wurde. Ivan gab Zeugnis, dass er, Vicka und Marija immer noch tägliche Erscheinungen haben (Mirjana, Ivanka und Jakov einmal im Jahr, Mirjana zusätzlich jeden 2. des Monats mit Gebet für diejenigen, welche die Liebe Gottes noch nicht erfahren haben).  Ivan betonte, dass sich die Gottesmutter nicht die besten auserwählt habe. Aber im Lauf der bald 28 Jahre haben diese zart fortschreitend durch stets lieben Einladungen der Königin des Friedens den Weg zum Frieden Gottes durch Umkehr, Glaube, Gebet und Fasten immer mehr erfahren. Das gelte nicht nur für die Seher, sondern für alle Menschen auf der Welt. Und Medjugorje ist in der Tat ein Ort der Umkehr, bekannt auch als der "größte Beichtstuhl der Welt".

Vor der Umkehr durch Gebet und Arbeit erzählten auch ehemalige Rauschgiftsüchtige, die in Medjugore (und zahlreichen anderen von der Schwester Elvira gegründeten Häuser auf der Welt) wieder zu Gott und sich selbst gefunden haben. Gemeinsames Rosenkranzgebet auf den Erscheinungsberg und ebenfalls betrachtendes Gebet auf den Kreuzberg erfüllten trotz der vielen Steine und Felsen das Herz. Ausgerechnet am Tag des Hl. Bonifatius, dem Gründer auch des Bistums Passau, wurde nach einer guten Stunde das Gipfelkreuz auf dem Krizevac erreicht (Gruppenfoto). Kurz vor dem Ziel verharrten alle im stillen Gebet an der Sterbestelle des als heiligmässig verehrten Pater Slavko, der in der Zeit von 1992 bis 2000 insgesamt 10 mal in Passau St. Paul zum Gebetsabend für den Frieden kam.

Nach 7 Tagen (und vollen 5 Tagen im Gnadenort) kehrten alle 89 Teilnehmer mit großem Frieden im Herzen, mit Freude und Frohsinn nach Hause zurück und erzählten im Bus begeistert von ihren Erfahrungen. Jetzt wissen auch wir alle: Medjugorje kann man nicht erzählen, man muss es erleben. Und wie die Königin des Friedens immer wieder betont: Man muss die Botschaften leben! Schon in ihrer 2. "Donnerstagsbotschaft" sagte sie am 8. März 1984, also bereits vor über 25 Jahren: "...Liebe Kinder, bekehrt euch in dieser Pfarrei! Das ist mein zweiter Wunsch. So werden sich alle jene bekehren können, die hierher kommen werden." Und viele freuen sich schon wieder darauf .... z.B. die Jugendlichen zum internationalen Jugendfestival, bei dem in den vergangenen Jahren 50.000 als 60 Ländern der Erde kamen.

Heinrich Fritsch, Passau